Manufakturelle Schmuckgestaltung

Das Projekt „Manufakturelle Schmuckgestaltung“ hat sich zum Ziel gesetzt das vom Aussterben bedrohte Wissen um die manufakturelle Schmuckherstellung und deren Techniken an kommende Generationen zu tradieren.

Besonderes Kennzeichen der manufakturellen Schmuckherstellung ist die serielle Herstellung von Schmuckstücken in stark zergliederter, arbeitsteiliger und hoch spezialisierter Fertigung unter Zuhilfenahme verschiedenster Werkzeugmaschinen.

Im Gegensatz dazu steht die Schmuckgestaltung – das Design durch den Schmuckgestalter – bei der es zumeist um die Fertigung von Unikaten und Kleinserien in individuellem und exklusivem Design geht.

Im Projekt „Manufakturelle Schmuckgestaltung“ werden diese scheinbaren Gegensätze zusammengeführt. Die für die Industrie, aufgrund von Aufwand und Rentabilität, nicht mehr interessante manufakturelle Fertigung bietet neue Möglichkeiten für Schmuckgestalter für ihren ausgefallenen Unikat-Schmuck und Kleinserien.

Zu diesem Zweck ermöglicht das Projekt, den zumeist jungen Schmuckgestaltern einen Zugang zu den historischen Maschinen, die für die manufakturelle Schmuckfertigung benötigt werden. In verschiedensten Seminaren treffen die Gestalter auf erfahrene Experten der Schmuckherstellung, die ihr Erfahrungswissen an sie weitergeben. Mit Hilfe dieses Wissens können neue, spannende und zeitgemäße Designs entwickelt und umgesetzt werden.

Zudem wird der umfangreiche Erfahrungsschatz der Experten filmisch und schriftlich für die Nachwelt dokumentiert.

Auf diese Weise ist ein lebendiges Projekt entstanden, das den manufakturellen Herstellungstechniken wieder eine Bedeutung und Funktion gibt.